Freitag, 23. März 2018

Verrückte Wissenschaftler suchen deutsch-französische Zauberformel

Mission possible: Till und Felix als verrückte Eurodistrikt-Forscher | Photo: Olivier Hutt
Wer findet die magische Formel? Dieser Frage sind am Donnerstag, 22. März, rund 100 schlaue Köpfe in Offenburg nachgegangen. Beim 4. Eurodistrikt Bürgerkonvent - moderiert von Zweierpasch - suchten junge Grenzgänger und Politiker aus dem Elsass und der Ortenau nach innovativen Ideen. Das Ziel: Das Leben im Eurodistrikt Straßburt-Ortenau verbessern. Zweierpasch verwandelten den Sitzungssaal spontan in ein Laboratorium.

Ein fliegendes Dronen-Taxi. Das war die wohl spektakulärste Idee des Konvents. Einen Abend lang suchten dabei Franzosen und Deutsche nach Ansätzen für mehr Austausch, Zweisprachigkeit und Begegnung in der grenzüberschreiten Modellregion Straßburg-Ortenau. An sechs Thementischen wurden Visionen zu Kultur, Begegnung und Mobilität entwickelt. Gefordert wurden beispielsweise kostenlose Busse und Bahnen, regelmäßige Treffen der Jugendgemeinderäte oder ein grenzüberschreitender Musikcontest.

Achtung, explosiv: Till macht Zaubertrank
Durch das zweisprachige Gipfeltreffen im Landratsamt Offenburg führten Zweierpasch. Als "Savants fous" starteten Felix und Till Neumann die Suche nach der Zauberformel für alle Grenzgänger. Mit Laborbrillen, Reagenzgläsern und hochexplosiven Flüssigkeiten veranschaulichten sie, was der Eurodistrikt ist: ein innovatives europäisches Labor. Was hier im Kleinen erforscht wird, kann später in ganz Europa funktionieren, so der Ansatz.

Felix und Till mischten in Anwesenheit von Straßburgs Oberbürgermeister Roland Ries und dem Ortenauer Landrat Frank Scherer nicht nur bunte Flüssigkeiten. Kurzerhand nahmen sie auch einen Schluck vom Grenzgänger-Zaubertrank. Der Mix aus Jus de Choucroute, Sang de Sanglier und Eau du Rhin verlieh den beiden ganz offensichtlich Spitzenkräfte: Am Ende kickten sie mit Beatbox ein paar zweisprachige Reime für die versammelten Spitzenforscher.

Bildergalerie des Eurodistrikt

Elysée-Vertrag 2.0? Auf übernationaler Ebene wird seit der gemeinsamen Sitzung des deutschen Bundestags und der französischen Assemblée Nationale vom 22. Januar 2018 ein zweiter Elysée-Vertrag diskutiert. Gefordert werden dafür vergrößerte Kompetenzen der Eurodistrikte, mehr Impulse aus den Grenzegionen und eine stärkere Einbeziehung der Bürger, auch über kulturelle Angebote. Die verabschiedete Resolution (--> Download) liest sich damit wie eine Blaupause des Eurodistrikt-Konvents (Rendez-Vous Élus-Citoyens). Das europäische Laboratorium Strasbourg-Ortenau wird seiner Rolle gerecht.


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